Sozialer Dienst

Unter dem Gesichtspunkt Hilfe für den ganzen Menschen ergänzt der Aufgabenbereich des sozialen Dienstes im St. Josef Hospital die medizinische und pflegerische Versorgung des Patienten.

Das vorrangige Anliegen des sozialen Dienstes ist es, für den pflegebedürftigen Patienten die weitere Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu organisieren und sie und ihre Angehörigen bei Problemen, die sich aus ihrer jeweiligen Lebenssituation ergeben, zu beraten.

Im Zeitalter der DRG Krankenhausfinanzierung zeigt sich eine zunehmend kürzere Patientenverweildauer mit schnellerer Entlassung in den ambulanten Sektor.

Eine Krankenhausbehandlung ist beendet, wenn die Erkrankung geheilt ist oder nicht mehr stationär behandelt werden muss. Medizinische Faktoren bestimmen die Verweildauer. Der Pflegebedarf oder soziale Aspekte sind zweitrangig.

Alle Patienten, die einen poststationären Pflege- und Hilfebedarf haben, bedürfen daher eines individuell angepassten Entlassungsmanagements, um Brüche in der Weiterversorgung zu vermeiden und die Qualität der Behandlung zu sichern.

Aufgrund des durch gesetzliche Vorgaben entstehenden Zeitdrucks müssen die Interventionen des Sozialen Dienstes schon unmittelbar nach der Aufnahme des Patienten in das Krankenhaus beginnen.

Im St. Josef Hospital Bonn-Beuel wurde vor zwei Jahren ein Entlassungsmanagement erarbeitet, das unter anderem vorsieht, dass pflegebedürftige Patienten spätestens 24 Stunden nach der Aufnahme in das Krankenhaus dem sozialen Dienst gemeldet werden sollen. Diese Anforderung soll in naher Zukunft auch elektronisch erfolgen, denn die PC gesteuerte Daten- und Informationssicherung hat sich seit längerer Zeit bewährt.

Über Orbis Open Med hat der soziale Dienst vor Ort Einblick in die persönlichen Daten des Patienten, ihre Diagnosen sowie pflegerelevante Informationen und kann auf gleichem Wege die Ergebnisse seiner Arbeit der Krankenakte zufügen.

Gleichzeitig wird der persön­liche Kontakt zu allen an der Pflege und Behandlung des Patienten beteiligten Berufs­gruppen intensiv gepflegt durch Teilnahme an der internistischen Ärztebe­sprechung, regelmäßiger Informationsaustausch mit den Abteilungsleitungen des Pflegedienstes und Fallbe­sprechungen mit der Krankenhausseelsorge bei Patienten in Lebenskrisen.

Da die Lebensverhältnisse und Rahmenbedingungen, unter denen der Patient bisher gelebt hat und eventuell schon gepflegt wurde, von großer Bedeutung für die Gestaltung seiner weiteren Versorgung sind, ist es wichtig, eine sorgfältige sozial pflegerische Anamnese zu erstellen.
Frühzeitige Kontaktaufnahme zu Angehörigen, vorbetreuenden Institutionen zu den Hausärzten sowie kontinuierliche Kooperation mit dem gesamten Behandlungsteam im Krankenhaus liefern wichtige Informationen zur Ermittlung des Pflegebedarfs.

Unter Berücksichtigung der Probleme und Ressourcen des Patienten und seinen Angehörigen wird eine Lösung für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt vorbereitet. In einem umfassenden Beratungsgespräch werden die verschiedenen Möglichkeiten der weiteren Versorgung sowie deren Finanzierung vorgestellt. Das betrifft auch den Hinweis und die Vermittlung von Pflegeplätzen, Hilfsorganisationen und Beratungsstellen im Wohnbezirk des Patienten.

Insbesondere für chronisch kranke, alte und pflegebedürftige Menschen muss nach einem stationären Aufenthalt eine langfristige Perspektive erarbeitet werden, um der wiederholten Einweisung ins Krankenhaus vorzubeugen.

Gut funktionierende Übergänge an bestehenden Schnittstellen sind sehr wichtig für die Patienten. Nur eine enge Kooperation und Abstimmung zwischen allen Beteiligten kann auf Dauer zu einer befriedigenden Lösung führen.

Der Soziale Dienst ist in das Netzwerk der bestehenden Hilfsangebote im Einzugsbereich des St. Josef Hospitals integriert und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit allen Kooperationspartnern.

Regelmäßige Treffen mit den Leitern der Pflegeeinrichtungen im Stadtgebiet zu denen das St. Josef Hospital einlädt, erzielten eine Verbesserung des Informationsflusses und erleichterten den Patienten den Übergang von einer Pflegeeinheit in die andere. Außerdem arbeitet der Soziale Dienst mit der Altenhilfe der Stadt Bonn zusammen, die als zentrale Stelle bei schwierigen Problemfällen berät und Auskunft über aktuelle Hilfsmöglichkeiten gibt.

Auch in Zeiten knapper Budgetierung, gekürzter Verweildauer und anderen Sparmaßnahmen empfindet sich der Soziale Dienst - Pflegeüberleitung als Anwalt der Patienten, der sie in ihren Interessen vertritt und sie als Lotse so durch das Netzwerk der Hilfsangebote leitet, dass sie sich weder darin verfangen, noch durch die Maschen fallen.

Sozialer Dienst / Pflegeüberleitung
Beate Schmidtberger
Tel.: (0228) 407-429
Fax: (0228) 407-649
schmidtberger(at)krankenhaus-bonn.de 
 
Sprechzeiten  
Montag-Freitag
nach Vereinbarung zwischen
7:30 Uhr und 15:00 Uhr

GFO Kliniken Bonn, Betriebsstätte St. Josef
Hermannstr. 37 | 53225 Bonn-Beuel
Tel.: (0228) 407 -0 | Fax: (0228) 407 -357
E-Mail: stjosef(at)krankenhaus-bonn.de | Internet: www.krankenhaus-bonn.de  

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